Warum bekommen es die Kultusministerien es einfach nicht hin mit den Schulclouds?

Mebis ist vor den Weih­nachts­fe­ri­en unter der Last der Nut­zer­an­fra­gen zusam­men­ge­bro­chen. Das hat vie­le Nach­fra­gen aus­ge­löst und Was­ser auf die Müh­len der­je­ni­gen lau­fen las­sen, die pro­prie­tä­re Lösun­gen wie MS-Teams bevor­zu­gen: „Siehs­te, die Kul­tus­mi­nis­te­ri­en bekom­men es nicht auf die Rei­he!“ Ich möch­te in die­sem Arti­kel ein­mal eine Lan­ze bre­chen für die Situa­ti­on, in denen sich Fach­re­fe­ra­te in Kul­tus­mi­nis­te­ri­en befin­den und vor wel­chen Auf­ga­ben sie ste­hen, wenn man wirk­lich eine Platt­form lan­des­weit zur Ver­fü­gung stel­len möchte.

Shortread

  • Fach­per­so­nal mit IT-Kom­pe­tenz ist im öffent­li­chen Bereich rar. Wer hier etwas errei­chen und krea­tiv oder prag­ma­tisch sein möch­te, muss oft Ent­schei­dun­gen tref­fen und Men­schen blind ver­trau­en, die er/sie zunächst nicht ver­steht. Man braucht Mut zum Han­deln. Der wird aber nicht belohnt – schon gar nicht von der Öffent­lich­keit (s.u.).
  • Han­delt man ein­fach und setzt um, kom­men mit Sicher­heit kri­ti­sche Nach­fra­gen zum Aus­schrei­bungs­recht. Das ist momen­tan kaum ein­zu­hal­ten. Bei den Sum­men, von denen wir reden, kom­men wir zumin­dest mit dem Anspruch „lan­des­weit“ immer in die euro­pa­wei­te Aus­schrei­bung. Wenn man es ganz eng am Aus­chrei­bungs­recht macht, muss man offen aus­schrei­ben und kann das spä­te­re Pro­dukt nur in Gren­zen vorherbestimmen.
  • Beach­tet man das Aus­schrei­bungs­recht, kom­men mit Sicher­heit kri­ti­sche Nach­fra­gen zum The­ma Daten­schutz. Der tech­ni­sier­te Schul­be­trieb auf Distanz stellt ohne trans­pa­rent und demo­kra­tisch ver­ab­schie­de­te gesetz­li­che Rege­lun­gen für man­che Kri­ti­ker per se „einen schwe­ren Grund­rechts­ein­griff“ dar. Dass Schu­le, die gar nicht statt­fin­det, auch Grund­rech­te berüh­ren könn­te, ist bei den Nach­fra­gen­den oft nicht so ent­schei­dend – auch nicht, dass beim Betrieb durch die öffent­li­che Hand Daten in der öffent­li­chen Hand ver­blei­ben und For­ma­lia im Prin­zip nach­ge­holt wer­den könnten.
  • Beach­tet man das Aus­schrei­bungs­recht und Daten­schutz­recht kom­men kri­ti­sche Nach­fra­gen zur Ein­bin­dung der Betrof­fe­nen in den Ent­schei­dungs­pro­zess. Die Berück­sich­ti­gung von Daten­schutz­aspek­ten schränkt tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten erheb­lich ein. Die Lösun­gen, die dabei her­aus­kom­men müs­sen, wer­den fast zwangs­läu­fig päd­ago­gisch unbe­frie­di­gend sein.

Das kann man alles berück­sich­ti­gen und machen. Es dau­ert aber Jah­re. Die Minis­te­ri­en kön­nen also han­deln und dafür öffent­lich „auf die Fres­se“ bekom­men oder sie kön­nen die not­wen­di­gen Schrit­te für eine trans­pa­ren­te und rechts­fes­te Umset­zung gehen und für ihre Lang­sam­keit „auf die Fres­se“ bekommen.

Ja, das hät­te man ggf. weit frü­her in Angriff neh­men müs­sen. Hat man aber nicht. Dafür gibt es ja auch berech­tigt „auf die Fres­se“. Aber hel­fen tut das auch nicht gerade.

Der Aus­weg: Man han­delt jetzt sys­tem­lo­gisch m.E. oft gera­de so, dass man sich nicht dem Untä­tig­keits­vor­wurf aus­set­zen muss, aber auch nicht zu viel Geld ver­senkt, was man dann spä­ter ver­ant­wor­ten muss. Das die­se oft­mals „Ver­le­gen­heits­lö­sun­gen“ im Betrieb mit allen Schüler:innen nicht stand­hält, ist lang­fris­tig bes­ser ver­ant­wort­bar, als wenn man gleich sehr viel Geld inves­tiert hät­te. „Es waren halt die Umstände!“

Longread

Schau­en wir uns mal Mood­le an und tun wir so, als woll­ten für das lan­des­weit aus­rol­len. Dar­an lässt sich ganz hübsch die gesam­te Band­brei­te an Her­aus­for­de­run­gen zeigen:

Mood­le ist erst­mal so eine Art Pro­gramm. Eigent­lich noch viel weni­ger. Es ist viel mehr ein Text mit vie­len Anwei­sun­gen. Die­ser Text muss von einem Über­set­zer („Inter­pre­ter“) in etwas über­setzt wer­den, was ein Brow­ser wie Fire­fox oder Chro­me anzei­gen kann. Das nennt man „Sei­ten­quell­text“ und den kann man sich anzei­gen las­sen, wenn man auf einer Inter­net­sei­te die rech­te Maus­tas­te drückt und „Sei­ten­quell­text anzei­gen“ aus­wählt. Die­ser Sei­ten­quell­text wird von einem wei­te­ren, dies­mal ech­ten Pro­gramm („Web­ser­ver“) an den Brow­ser bzw. Anwen­der aus­ge­lie­fert. Für das Pro­ze­de­re braucht man pri­mär einen schnel­len Pro­zes­sor (CPU). Etwas Haupt­spei­cher (RAM) gehört auch dazu.

Damit Mood­le Daten spei­chern und aus­ge­ben kann, wird ein Daten­bank­sys­tem (DBMS) ver­wen­det. Das ist ein Pro­gramm, wel­chen Daten sehr effi­zi­ent spei­chern und i.d.R. noch viel effi­zi­en­ter wie­der aus­ge­ben kann. Das klappt beson­ders gut, wenn die Daten mög­lichst voll­stän­dig im Haupt­spei­cher (RAM) lie­gen. Selbst eine SSD ist deut­lich lang­sa­mer beim Zugriff.

Gro­ße Datei­en las­sen sich nicht sinn­voll in einem Daten­bank­sys­tem able­gen. Mood­le legt nur Ver­wei­se (Links) in sei­ne Daten­bank, die dem Mood­le­code sagen, wo ein Bild oder eine PDF-Datei zu fin­den ist. Datei­en wer­den in Sto­rages gela­gert. Für den RAM wären sie schlicht zu groß. Sto­rages kön­nen SSDs (teu­er) oder nor­ma­le Fest­plat­ten (güns­tig) sein. Mood­le ver­schlüs­selt aber sei­ne Datei­en. Zum Ver- und Ent­schlüs­seln braucht man wie­der­um CPU-Leis­tung. RAM zum Aus­lie­fern braucht man ver­hält­nis­mä­ßig wenig, da Datei­en in klei­nen Por­tio­nen und nicht voll­stän­dig ver­schickt werden.

Wenn man Mood­le selbst auf­setzt, wird man i.d.R. sowas bauen:

Alle drei Kom­po­nen­ten lau­fen auf dem glei­chen Ser­ver und kon­kur­rie­ren dann um CPU, RAM und Sto­rage. Man kann für 50,- Euro Ser­ver mie­ten, die für 800‑1000 Schüler:innen aus­rei­chen. Aller­dings kommt es sehr stark auf die Nut­zung an: Wenn man vor­wie­gend Kur­se baut, in denen ledig­lich Auf­ga­ben und PDFs koexis­tie­ren, klappt das spie­lend. Die dazu nöti­gen Abfra­gen sind harm­los. Wenn aber z.B. das Test­mo­dul oder der Chat exzes­si­ver genutzt wer­den, kann es schnell aus sein mit der Freu­de an der tol­len Funk­ti­on. Dann muss man den nächst­grö­ße­ren Ser­ver kau­fen oder her­um­op­ti­mie­ren (mehr als 15–20% holt man damit aber nach mei­ner Erfah­rung nicht raus).

Ich bin davon über­zeugt, dass alle Instal­la­tio­nen von Mood­le auch auf Lan­des­ebe­ne genau so ange­fan­gen haben: Erst mal einen Test­ser­ver auf­set­zen und schau­en, wie der Betrieb so läuft.

Das Spiel „Hard­ware upgraden“ ist aber irgend­wann zu Ende: Wenn vie­le Anfra­gen her­ein­kom­men, star­tet der Web­ser­ver mehr Inter­pre­ter. Die­se pro­du­zie­ren dann mehr Anfra­gen an das Daten­bank­sys­tem. Und sie bele­gen mehr RAM.

Der Mood­le­ser­ver fängt an zu ster­ben, wenn die Daten aus der Daten­bank nicht mehr in den Haupt­spei­cher pas­sen. Dann kom­men die­se Daten auf die lang­sa­me Fest­plat­te. Dadurch stau­en sich Anfra­gen, die das DBMS unter nor­ma­len Umstän­den spie­lend bewäl­tigt hät­te und immer mehr Inter­pre­ter müs­sen war­ten und wer­den nicht been­det. Wenn RAM und Aus­la­ge­rungs­spei­cher voll sind, wer­den die Über­le­bens­in­stink­te des Betriebs­sys­tems geweckt. Die­ses beginnt nun damit, Inter­pre­ter zu been­den, um wie­der RAM frei zu bekom­men. Die Anfra­gen an die­se Inter­pre­ter lau­fen nun ins Nir­wa­na und es geht für den Nut­zer ent­we­der ins Nir­wa­na (Con­nec­tion timed out) oder mit einem letz­ten Lebens­zei­chen in den Kur­ort (500 – Bad Gate­way). Ein Absturz ist das tech­nisch gese­hen nicht. Das Sys­tem selbst funk­tio­niert ja noch, tut aber nicht das, was es soll.

Was tun?

Eine simp­le Mög­lich­keit besteht dar­in, die Arbeit ein­fach auf meh­re­re Ser­ver zu ver­tei­len. Das geht mit die­sem ein­fa­chen Ver­fah­ren, wenn Schu­len jeweils eige­ne Mood­le­sys­te­me erhal­ten sollen,

Wenn man merkt, dass ein Ser­ver über­las­tet ist, schiebt man die ent­spre­chen­de Schu­le ein­fach auf einen neu­en. Man kann auch Schu­len, die nicht viel Last erzeu­gen, mit meh­re­ren ande­ren auf einen Ser­ver packen. Kom­men neue Schu­len, kauft man neue Ser­ver dazu.

Ich baue davor ger­ne noch einen Pro­xy. Ein Pro­xy spei­chert Sei­ten, die schon ein­mal von Mood­le gebaut wor­den sind in sei­nem Spei­cher als Kopie. Wenn ein Anwen­der wie­der genau die­se Sei­te anfor­dern, muss man nicht den Mood­le­ser­ver selbst damit behel­li­gen. Die ein­zel­nen Mood­le­ser­ver machen dabei immer noch alles gleich­zei­tig: Mood­le­code + DBMS + Storage.

Für so ein Set­up muss man erheb­lich mehr kön­nen als beim ers­ten. Vor allem beim Über­wa­chen der Ser­ver. Und man soll­te z.B. das Ver­schie­ben einer Schu­le auf einen ande­ren Ser­ver tun­lichst auto­ma­ti­sie­ren. Sich einen Root­ser­ver mie­ten und mit einem Ver­wal­tungs­tool Mood­le zu instal­lie­ren rei­chen dann nicht mehr. Trotz­dem ist das Set­up sehr sim­pel, da die Mood­les­ser­ver für sich selbst­stän­dig arbei­ten. Den Pro­xy kann man z.B. durch Fai­l­over-IPs im Not­fall als „sin­gle point of fail­u­re“ auto­ma­tisch eliminieren.

Ich wet­te, dass auch auf Lan­des­ebe­ne das oft die ers­te Eska­la­ti­ons­stu­fe ist, weil man sol­che Set­ups selbst als Laie noch mit eige­nen Mit­teln hinbekommt.

Mebis hat noch mehr Probleme

Mebis ist eine zen­tra­le Instal­la­ti­on. Es gibt kei­ne Seg­men­tie­rung in Ein­zel­mood­le­sys­te­me für Schu­len. Wil­des Her­um­ge­schie­be der Schu­len ist nicht mög­lich. Also muss man noch eine Schip­pe Kom­ple­xi­tät drauf­le­gen und jetzt wirk­lich skalieren.

Man trennt jetzt kei­ne Mood­les­sys­te­me – das geht ja auch gar nicht. Man trennt die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten wie Mood­le­code, DBMS und Sto­rage auf. Man kann dadurch die ein­zel­nen Ser­ver auf ihre Auf­ga­be hin opti­mie­ren. Für den Mood­le­code viel CPU-Wumps, für die Daten­bank viel Spei­cher. Und man kann Read-Only-Daten­ban­ken vor­hal­ten, aus den nur gele­sen wird. Schrei­bope­ra­tio­nen bei Mood­le sind ver­gleichs­wei­se gering. Ein dies­mal rich­ti­ger Load­ba­lan­cer ent­schei­det je nach Aus­las­tung der CPU-Nodes, wohin die Anfra­ge geht. Wenn es nicht reicht, stellt man neue Ser­ver dazu. Wenn man es gut macht, belie­big vie­le. Für ein gan­zes Bun­des­land wird man das über Rechen­zen­trums­gren­zen hin­aus machen müs­sen. Und die Ser­ver müs­sen unter­ein­an­der durch schnel­le Ver­bin­dun­gen ver­netzt sein. Die Daten müs­sen ja unter den DBMS- und Sto­rage-Ser­vern schnell aktua­li­siert wer­den Moni­to­ring bleibt Pflicht. Und Back­ups. Und Desaster-Recovery.

Durch Auto­ma­ti­sie­rung kann man schnell reagie­ren. Gro­ße Anbie­ter wie its­lear­ning dürf­ten ver­gleich­ba­re Set­ups fah­ren und selbst die haben sich bezüg­lich der Anfra­ge­men­ge beim Wech­sel ins Schul­sze­na­rio C offen­bar stel­len­wei­se verkalkuliert.

Micro­soft und Goog­le stel­len aller Wahr­schein­lich­keit nach nicht mal mehr eige­ne Ser­ver für sol­che Auf­ga­ben hin. Das wird so ziem­lich alles in wirk­lich gro­ßen Rechen­zen­trum mit aber­tau­sen­den von Maschi­nen vir­tua­li­siert sein. Bei einer dro­hen­den Über­las­tung „bläst“ sich das Sys­tem dann auto­ma­ti­siert auf.

Das Problem der Ausschreibung

Das letz­te Set­up kann man nicht durch eine beschränk­te Aus­schrei­bung (drei Ver­gleichs­an­ge­bo­te) bekom­men. Da geht es um mehr Taler. Das Teu­re ist weni­ger die spä­ter Ska­lie­rung (der Zubau an Ser­vern). Das Teu­re ist der Gehirn­schmalz, der in die Kon­zep­ti­on flie­ßen muss. Schon für die Aus­schrei­bung braucht man für das Las­ten­heft immense tech­ni­sche Kennt­nis­se. Wer bei der Kon­zep­ti­on einer Aus­schrei­bung mit­wirkt (und so jeman­den wird man brau­chen), darf übri­gens spä­ter nicht mehr mitbieten.

Schon ein klei­nes Set­up wird dadurch immens teu­er. Rech­nen tut sich eine sol­che Vor­be­rei­tung nur bei spä­te­ren Wach­sen in die Brei­te. Daher wird man erst schlicht das Geld dafür nicht bekom­men. Und wenn man es kri­sen­be­dingt dann doch bekommt, sind die Anbie­ter und IT-Spe­zia­lis­ten, die so etwas hoch­zie­hen könn­ten, auf wun­der­ba­re Wei­se mit Auf­trä­gen ausgelastet.

Das ist Men­schen mit begrenz­tem tech­ni­schen Know-How nicht ver­mit­tel­bar. Oder – wäre Coro­na nicht gekom­men – wäre man in der Pres­se bit­ter­bö­se ver­prü­gelt wor­den, dass man so viel Geld für ein so klei­nes Set­up ver­bal­lert hat.

Was wesent­lich leich­ter daher­kommt, ist die Aus­schrei­bung eines spe­zi­fi­schen Pro­dukts wie z.B. Micro­soft Teams. Dafür dürf­ten sogar extra Bera­ter / Lob­by­is­ten von Micro­soft oder Apple oder … ins Haus kom­men, die die Minis­te­ri­en bei der Erstel­lung einer sach­ge­rech­ten Aus­schrei­bung „unter­stüt­zen“. Um das Aus­schrei­bungs­recht ein­zu­hal­ten, müs­sen das streng­ge­nom­men Mitarbeiter:innen einer „Toch­ter“ des Groß­un­ter­neh­mens sein (s.u.).

Und natür­lich ist die­se Vari­an­te für die Fach­re­fe­ra­te der Kul­tus­mi­nis­te­ri­en attraktiv!

Das Datenschutzproblem

Das ein­zi­ge mir bekann­te Sys­tem, das in Zusam­men­ar­beit mit einem Lan­des­da­ten­schutz­in­sti­tut ent­wi­ckelt wor­den ist, ist die nie­der­säch­si­sche Bil­dungs­cloud (NBC). Über die dadurch ver­blei­ben­de Funk­tio­na­li­tät mag sich jeder selbst ein Bild machen. Die NBC bzw. die dar­un­ter­lie­gen­de HPI-Schul­cloud ist unter star­kem Beschuss hin­sicht­lich der Finan­zie­rung – Aus­schrei­bungs­recht halt.

Bei gro­ßen us-ame­ri­ka­ni­schen Anbie­tern ist die Daten­schutz­pro­ble­ma­tik oft noch nicht geklärt. Schlägt ein Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hier zu, gibt es öffent­li­chen Unmut. Des­we­gen ist der Daten­schutz der erklär­te Feind der­je­ni­gen, die schnell han­deln und eben­so schnell zu einem funk­ti­ons­fä­hi­gem Sys­tem kom­men wol­len. Auf deren Sei­te ste­hen zur­zeit vie­le Anwen­der, deren Anfor­de­run­gen man eigent­lich oft so zusam­men­fas­sen kann: „Wenn eine öffent­lich finan­zier­te Cloud mir nicht das bie­ten kann, was mir MS-Teams bie­tet, dann ist sie nichts!“ Spoi­ler: Sys­te­me, die den Daten­schutz berück­sich­ti­gen, kön­nen das rein for­mal schon nicht.

Die „Gefahr“, die von gro­ßen Anbie­tern aus­geht, ist eine noch sehr abs­trak­te – wie etwa die Aus­sicht auf die zwei­te Coro­na­wel­le im August für die meis­ten Kul­tus­mi­nis­te­ri­en. Es ist abso­lut nicht abzu­schät­zen, was uns da bei der Ver­wen­dung von Schüler:innendaten durch das Sili­con-Val­ley noch bevor­ste­hen könn­te. Das Ver­trau­en in rei­ne Lern­platt­form­an­bie­ter ist da noch gefühlt grö­ßer – die wer­den ja auch nie­mals an Inves­to­ren ver­kauft wer­den, oder? Bei kom­plett offe­nen Sys­te­men wie z.B. Mood­le hat man als öffent­li­che Hand die vol­le Kon­trol­le und alle Pro­ble­me und Her­aus­for­de­run­gen gegen sich.

Das Beteiligungsproblem

Gegen Anwender:innen, die eine Lösung mit ihren Fea­tures gewohnt sind, lässt sich schwer etwas durch­set­zen, was tech­nisch einen Rück­schritt dar­stellt. Lehr­ma­nage­ment­sys­te­me sind hier viel bes­ser gewor­den, aber eben immer noch nicht rich­tig gut. Außer­dem gibt dann noch Leu­te wie mich, die gro­ße Schwie­rig­kei­ten mit Lehr­ma­nage­ment­sys­te­men haben. Apple, Micro­soft, its­lear­ning, die NBC und Mood­le sind des­halb so erfolg­reich, weil sie Schu­le so abbil­den, wie Schu­le ist: Die Lehr­kraft gibt die Struk­tu­ren bis hin zu „Lauf­we­gen“ (Lern­pfa­de) vor, die die Schüler:innen dann ent­lang­lau­fen. Man kann Lehr­ma­nage­ment­sys­te­me anders nut­zen – nur braucht man sie dann eigent­lich nicht mehr.

Onenote kann das gute, alte Schul­heft tech­nisch am aller­bes­ten imi­tie­ren und zudem alle Hef­te immer für die Lehr­kraft ver­füg­bar machen. Ob letz­te­res ein Vor­teil ist, müss­te man noch dis­ku­tie­ren. Für mich gibt nicht viel Über­grif­fi­ge­res als ein Blick auf alle Bild­schir­me z.B. via Apple Class­room. Aber das ent­spricht den Anfor­de­run­gen, die an Apple her­an­ge­tra­gen werden.

Anwender:innen sind oft in Ver­bän­den orga­ni­siert. Ein Ver­band ist immer das Gegen­über des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums bei Beneh­mens­pro­zes­sen. Die Mit­glie­der wer­den gera­de im Bereich der Anwen­dung digi­ta­ler Tech­no­lo­gie extrem hete­ro­gen sein. Herz­li­chen Glück­wunsch bei der Konsensfindung.

Das Qualifizierungsproblem

Um eine Schul­cloud sinn­voll nut­zen zu kön­nen, muss man in der Anwen­dung digi­ta­ler Werk­zeu­ge kom­pe­tent sein. Las­sen wir die­sen Punkt lie­ber. Der Arti­kel ist eh schon zu lang.

Fazit

Schul­clouds in der öffent­li­chen Hand zu ent­wi­ckeln war auch schon vor Coro­na nicht so ein­fach. Die Kom­pro­miss­lö­sun­gen kön­nen dem jet­zi­gen Ansturm nicht gewach­sen sein und auch nicht pro­blem­los und unbü­ro­kra­tisch auf­ge­pus­tet wer­den. Wenn ich ein Kul­tus­mi­nis­te­ri­um mit der Auf­ga­be einer schnel­len Umset­zung bera­ten müss­te, wür­de ich zu einem Fer­tig­pro­dukt raten.

For­mal sind vie­le Fach­re­fe­ra­te in den MKs fit. Der Weg zu einem Lehr­ma­nage­ment­sys­tem in der öffent­li­chen Hand ist mehr als stei­nig: Tech­ni­sche Exper­ti­se, Aus­schrei­bungs­recht, Betei­li­gungs­ver­fah­ren – alles viel ein­fa­cher mit Lock-in-Lösun­gen, wie es Teams, itu­nes oder auch Web­wea­ver oder its­lear­ning oder <belie­bi­ges Lehr­ma­nage­ment­sys­tem> nun­mal so sind.

Mood­le ist eine ech­te Aus­nah­me, wes­we­gen ich den bay­ri­schen Weg mit Mebis per­sön­lich abso­lut klas­se fin­de. Muss jetzt halt tech­nisch nur noch lau­fen. Wenn es die Bay­ern nicht schaf­fen, ist die Welt­ord­nung nicht nur in der Bun­des­li­ga außer Kraft gesetzt.

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10 Kommentare

  • Pingback: mebis und Teams - (k)ein Vergleich - Gedanken aus der Schule

  • moodle/mebis/Zukunft

    Tol­ler Bei­trag! Vie­len Dank für die Hin­ter­grün­de und die sach­li­chen Informationen!
    Wenn man denn irgend­wann viel­leicht mal die tech­ni­schen Pro­ble­me bei­sei­te geschafft haben soll­te wür­de es mich als Leh­rer noch freu­en, wenn moodle/mebis auch end­lich wirk­lich zukunfts­ori­en­tiert betrie­ben wer­den wür­de. Ich den­ke da an eine voll­um­fäng­li­che App, intui­ti­ve­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men (ein viel bes­se­rer Chat, einen Feed statt ein Forum), Stift-Inte­gra­ti­on (du hat­test ja das Bei­spiel OneNote erwähnt). Für Leh­re­rIn­nen mag die Gestal­tung von Kur­sen in mood­le ja super­toll und modern sein, aber Schü­le­rIn­nen kann man halt weder mit Foren im Stil der 2000er locken noch mit einer Platt­form, die nur im Brow­ser wirk­lich gut läuft und allein vom Design her schon schreit „Ich bin eine Schullösung“.

  • usetheforce

    Vie­len Dank für die­sen her­aus­ra­gen­den Arti­kel! Sel­ten die tech­ni­sche und die ver­ga­be­recht­li­che Sei­te so schön auf den Punkt gebracht gesehen.

    Mei­ne Fra­ge: Was spricht gegen „Mood­le-per-Schu­le“?

    Ich stel­le mir das so vor: es gibt eine fer­ti­ge Kis­te, die man sich als Schu­le von einem Anbie­ter XYZ kon­fi­gu­rie­ren und in den Kel­ler stel­len lässt. Schü­ler-/Leh­rer­da­ten auf­ge­spielt und das Ding soll­te lau­fen. Oder?

    Daten­schutz: check. (Alle Daten im Kel­ler der Schule)
    Aus­chrei­bung: check(?) (Auf­trag im Umfang von x.000EUR bis x0.000EUR)
    Tech­nik: check. (< 2000 User, d. h. load balan­cing und grö­ße­re Kom­ple­xi­tät ist hinfällig)
    War­tung: check. (Ver­trag mit Anbie­ter XYZ)

    Und: es muss ja nicht unbe­dingt mood­le sein (und in 2021 auch nicht unbe­dingt php). Nie­mand wird sich beschwe­ren, wenn ein Mood­le-Ersatz weni­ger kom­plex zu bedie­nen ist und dafür eine polier­te­re Ober­flä­che hat.

    Was wün­schens­wert wäre: dass der mood­le-Ersatz open source wäre. Dann gäbe es an der Stel­le (Code-Sei­te) daten­schutz-/ver­ga­be-recht­lich weni­ger (kei­ne?) Pro­ble­me. Wenn die KMs für ein paar Stel­len, Ver­ei­ne oder Stif­tun­gen Geld locker machen wür­den, soll­te das doch zu schaf­fen sein. Oder bin ich da über­mä­ßig opti­mis­tisch? Mood­le wur­de, soweit ich weiß, zuerst von einer Ein­zel­per­son ins Leben geru­fen und its­lear­ning von Stu­den­ten. Und man bli­cke nach BaWü: linux­mus­ter – 2003 initi­al vom KM finan­ziert – exis­tiert bis heute.

    • Tech­nisch macht das Fa. IServ aus Braun­schweig mit Ihrer Schul­netz­werk­lö­sung so. Das klappt, weil sowohl die Hard­ware als auch die Ser­ver­war­tung zen­tral durch die Fir­ma erfolgt. Das kann man kei­ner Schu­le auf­bür­den. Bei Mood­le und auch jeder ande­ren Platt­form gilt es, Updates zeit­nah zu prü­fen und ein­zu­spie­len – dabei kann immer viel schief­ge­hen. Da lässt sich kaum ein Anbie­ter drauf ein. 

      Ein wei­te­res Pro­blem sind die Inter­net­an­bin­dun­gen der Schu­le. Als Faust­for­mel soll­ten es je 500 SuS schon so um die 1Gbit/s sym­me­trisch sein.

      Der dezen­tra­le Ansatz hat sei­nen Charme. Lei­der drif­ten Men­schen mit und ohne IT-Kom­pe­tenz immer mehr aus­ein­an­der in ihrem Wis­sen und sind in der Flä­che nicht in der benö­tig­ten Anzahl vorhanden.

      Auch des­we­gen wan­dert ja viel „in die Cloud“. Dort glaubt man, IT-Kom­pe­tenz und Hard­ware zusam­men­zie­hen zu kön­nen – bie­tet aber auch ein viel loh­nen­de­res Ziel für Angrif­fe als dezen­tra­le Netz­wer­ke. Auch Daten­ab­flüs­se und Stö­run­gen betref­fen immer alle Nutzer:innen.

    • Christian Czaputa

      Hal­lo zusam­men, auch mei­ner­seits vie­len Dank an Maik für den aus­führ­li­chen, erhel­len­den und ermu­ti­gen­den Bei­trag! Bzgl. der Fra­ge, ob nicht alter­na­tiv zum zen­tra­len Ansatz jede Schu­le ihre eige­ne Mood­le-Instanz bekom­men soll­te: Beim initia­len Auf­bau von mebis war die­se Opti­on neben wei­te­ren Vari­an­ten durch­aus im Blick. Aller­dings bestand als wei­te­re wich­ti­ge Anfor­de­rung die Mög­lich­keit eines optio­na­len Zugriffs durch Schü­le­rIn­nen und Lehr­kräf­te (etwa über Nut­zung eines Ein­schrei­be­schlüs­sels) auf Kur­se ande­rer Schu­len z. B. im Rah­men von Koope­ra­tio­nen. Nicht zuletzt war es die­se Anfor­de­rung, die nach fach­li­cher Bera­tung und Abwä­gung aller Pros und Cons (im Jahr 2012) zur Ent­schei­dung einer zen­tra­len Instanz aller Schu­len führte.

  • Florian

    Du schreibst
    ‚„Wenn eine öffent­lich finan­zier­te Cloud mir nicht das bie­ten kann, was mir MS-Teams bie­tet, dann ist sie nichts!“ Spoi­ler: Sys­te­me, die den Daten­schutz berück­sich­ti­gen, kön­nen das rein for­mal schon nicht.‘
    Mit sind Daten­schutz-Beden­ken gegen im nicht-EU-Aus­land gehos­te­te Diens­te bekannt, und auch gegen einen Mut­ter­kon­zern in den USA, aber gibt es grund­le­gen­de­re Beden­ken gegen einen Cloud­dienst wie MS Teams?

    Mit ande­ren Wor­ten, wenn ein EU-Kon­zern in EU-Rechen­zen­tren eines EU-Public-Cloud-Anbie­ters einen mit MS Teams kon­kur­rie­ren­den Dienst betrie­ben wür­de, gäbe es da noch ande­re Datenschutz-Probleme?

    • Annah­me:
      Jemand baut sowas wie MS-Teams, unter­liegt voll­stän­dig euro­päi­schem Recht und hos­tet ISO-zer­ti­fi­ziert in Euro­pa und lie­fert rechts­kon­for­me ADV und alles mit.

      Fun­fact:
      Das macht z.B. die nie­der­säch­si­sche Bil­dungs­cloud. Aber Lan­des­da­ten­schutz­be­auf­trag­te neh­men ein­zel­ne Funk­tio­nen trotz­dem immer noch sehr genau unter die Lupe. Nur unter wirk­lich ganz engen Vor­aus­set­zun­gen und mit zig Ein­wil­li­gun­gen und einer defi­nier­ten Zweck­be­stim­mung dürf­test du als Schu­le unter den jet­zi­gen gesetz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen es etwa Schüler:innen ermög­li­chen, sich unter­ein­an­der oder gar mit Schüler:innen ande­rer Schu­len zu ver­net­zen (Doku­men­te tei­len etc.). 

      Die gesetz­li­chen Grund­la­gen, die die DS-GVO hier „öff­nen“ gibt es noch nicht.

    • Micro­soft Cloud­ser­vices in Euro­pa wer­den von der Tele­kom gehos­tet. Unser Anwalt hat hat geprüft und alles für DSVGO kon­form erklärt… Ich fin­de Teams Per­fekt für Schu­len und mit Acti­ve Dire­to­ry habe ich auch noch ein sinn­vol­les Recht­ma­nage­ment. Groups muss ich dann noch In Klas­sen und Pro­jek­te in Fächer uneb­nen­nen dann geht es aber ganz gut :)

  • Attila Zarka

    Vie­len herz­li­chen Dank für die Zusam­men­stel­lung. Sie spre­chen sehr vie­le wich­ti­ge Aspek­te an, die mich seit Jah­ren ärgern und ich lei­der auch kei­ne Lösung kom­men sehe.

    Ich habe zu Mebis eini­ge Zah­len im Kopf, aller­dings muss ich zuge­ben, dass ich nicht mehr weiß, woher sie kom­men und über­haupt, ob sie stim­men, da ich sie jetzt auch nicht nach­kon­trol­liert habe. Ich den­ke, dass ich die Zah­len aus der Tages­pres­se habe.

    Es waren bis vor der schwe­ren Aus­las­tung die Diens­te auf 4 VSer­vern ver­teilt. Soweit, so gut. Die Zugrif­fe waren ver­hält­nis­mä­ßig nied­rig und v.a. auch über den Tag ver­teilt (v.a. auf den Nachmittag).
    Es wur­den dann wegen der zusätz­li­chen Belas­tung 4 wei­te­re Ser­ver dazu­ge­schal­tet, was grund­sätz­lich für Ent­las­tung, aber eben lei­der auch Belas­tung des Sys­tems geführt hat. Denn eine ver­nünf­ti­ge Last­ver­tei­lung ist kei­ne simp­le Sache, die man neben­bei löst und v.a. dann nicht, wenn gewis­se ser­ver­ad­mi­nis­tra­ti­ve Vor­struk­tu­rie­run­gen nicht von Anfang an mit­ge­dacht wur­den. Ein lau­fen­des Sys­tem umzu­struk­tu­rie­ren klappt nur, wenn man alles abschal­tet und neu auf­schal­tet. On the fly geht da gar nichts! Und genau an die­ser Stel­le ist die Exper­ti­se, die Sie anspre­chen von ent­schei­den­der Bedeutung. 

    Aus mei­ner Sicht schei­tert Mebis an drei Stellen:
    – Es wur­de mehr Auf­wand in ein schi­ckes Gewand gesteckt, da die Ent­schei­dungs­trä­gen von der dahin­ter­lie­gen­den Tech­no­lo­gie kei­ne Ahnung haben, aber bei den Klick­de­mos begeis­tert sind. Lay­out ist aber nur eine Ver­schleie­rung (den­noch wichtig!)
    – Die Tech­no­lo­gie von Mebis ist lei­der noch aus der Zeit von PHP5. Web2.0 Akti­vi­tä­ten sind vor­han­den, aber das ist ein­fach alles ande­re als gän­gi­ge Pra­xis. Man ver­grault so mehr Nut­zer, weil sie das Gefühl haben, dass das Tool nicht funk­tio­niert. (war­um kli­cke ich ein Icon am Smart­pho­ne an und es funk­tio­niert und Mebis bekommt ‚gefühlt‘ ein­fa­che­re Sachen nicht hin?)
    – Die von Ihnen gestellt Ser­ver­fra­ge: Hier hat sich die Ent­wick­lung auch in eine ganz ande­re Rich­tung bewegt. Cloud­sys­te­me, statt ver­teil­ten Ein­zel­ser­vern ist die Lösung. Hier wer­den bedarfs­ge­recht CPU, RAM und sons­ti­ge Kom­po­nen­ten zuge­schal­tet. Aktu­ell mit rie­si­gen Peaks gegen 8.00 und genau die­se sekun­den­ge­nau Abrech­nung ist aber wohl der Knack­punkt und wird damit nie­mals flä­chen­de­ckend kom­men, sofern recht­li­che Vor­aus­set­zun­gen nicht gege­ben sind.

    • Das The­ma „Mit der Cloud wird alles bes­ser“ ist ein für mich recht ner­vi­ges. MS-Teams ska­liert nicht des­we­gen gut, weil es „in der Cloud ist“. Es ska­liert des­we­gen gut, weil viel Gehirn­schmalz in den Auf­bau einer Ska­lie­rung hin­ein­ge­flos­sen ist. Die Cloud ist ja nichts groß­ar­tig ande­res als ein Ver­bund vie­ler Rech­ner – heu­te mit vir­tu­el­len Maschi­nen oder Micro­ser­vices. Die­sen Gehirn­schmalz müss­te man auch in Mood­le „pres­sen“ – dann könn­te sich das „in der Cloud“ genau­so gut auf­pus­ten wie MS-Teams. Teams hat das bloß schon.

      Tou­chibun­ti­ober­flä­chen kön­nen ein­fa­ches tat­säch­lich leich­ter und anwen­der­freund­li­cher. Ein Apple-Lern­ar­te­fakt sieht aber immer aus wie ein Apple-Lern­ar­te­fakt, weil die jewei­li­ge App bzw. der zuge­hö­ri­ge Pro­gram­mie­rer den Rah­men setzt. Und Mood­le läuft schon sehr lan­ge nicht mehr auf PHP5.x :o)… Für mich sind GUIs oft abso­lut inef­fi­zi­ent und zeit­fres­send. Aber für Men­schen am Anfang einer IT-Erfah­rung sind sie wich­tig. Gleich­zei­tig wecken sie aber auch Erwar­tun­gen: „Es muss immer so sein wie bei …“ Zu wis­sen, wie man bei Word eine Fuß­no­te klickt, ist eine schnell ver­al­ten­de Infor­ma­ti­on. Zu wis­sen, wie Fuß­no­ten ein­ge­setzt wer­den und wie man sich die­se Funk­ti­on in unter­schied­li­chen Pro­gram­men erschlie­ßen kann, ist eine Kom­pe­tenz. In der Arbeits­welt kann ich mir nicht aus­su­chen, was mir der Arbeit­ge­ber vor­setzt (das wird ganz oft nicht Teams sein …). Aber auch das ist ein wei­tes Feld.

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