Das geht alles nicht und es ändert sich nichts!

Immer noch reden alle von den „10 best apps for edu­ca­ti­on“, immer noch ver­harrt das Schul­sys­tem im bil­dungs­bür­ger­lich-kon­ser­va­ti­vem Duk­tus, immer noch pas­siert nichts bei der Medi­en­austat­tung der Schu­len, immer noch ist mein Medi­en­be­griff falsch (oder wahl­wei­se nicht weit genug ent­wi­ckelt) und immer noch begreift Poli­tik nicht, wie es eigent­lich funk­tio­niert und immer noch gibt es kei­ne Lösun­gen. Schon schlimm, die­se Welt.

Ich stand letz­te Woche vor der Auf­ga­be, acht Kubik­me­ter Erde und vier Kubik­me­ter Schutt aus dem Haus schaf­fen zu müs­sen. Ich hät­te stun­den­lang dar­über sin­nie­ren kön­nen, wie schlimm das ist – vor allem mit­ten im All­tag in einem bewohn­ten Haus. Aber durch das Sin­nie­ren wur­de die Auf­ga­be nicht klei­ner. Nicht eine Schub­kar­re Schutt fuhr aus dem Haus. Nicht ein Con­tai­ner lie­fer­te sich von selbst.

Mir kom­men die Her­aus­for­de­run­gen im Bil­dungs­sys­tem momen­tan vor wie die­ser Schutt­berg. Ideell, poli­tisch, ideo­lo­gisch.  Ein Hau­fen Anzug­trä­ger und Wis­sen­schaft­ler läuft mehr oder min­der kra­kel­end um ihn her­um: „Schaut her, es ist schlimm, er muss aus dem Haus!“ Es wer­den Vor­trä­ge gehal­ten, Blog­posts wie die­ser geschrie­ben, die immer glei­chen Ste­reo­ty­pe von den bil­dungs­bür­ger­li­chen Ängs­ten und Vor­be­hal­ten gegen­ber digi­ta­len Medi­en beklagt, die immer glei­chen Argu­men­te bemüht. Der Schutt­berg liegt immer noch. Und das liegt natür­lich dar­an, dass ihn kei­ner der Ver­ant­wort­li­chen weg­räumt. Meist, weil die­se halt nicht begrei­fen, dass er weg­ge­räumt wer­den muss. Reden ist eine Hand­lung, Den­ken ist eine Hand­lung. Lei­der küm­mert sich der Schutt­berg einen Scheiß­dreck dar­um und bleibt ein­fach liegen.

Ein schö­ner Rand bis jetzt, aber was macht der Riecken eigent­lich? Ich hand­le nach bestimm­ten Stra­te­gien, die bis­her inso­fern funk­tio­nie­ren, als dass der loka­le Schutt­berg hier vor Ort schwin­det. Lang­sam. Sehr langsam.

  1. Ich habe mich dar­um bemüht, mit einem Teil der Stun­den für ande­re Auf­ga­ben abge­ord­net zu wer­den. Es ist ein Glück, dass das hier in Nie­der­sach­sen mög­lich ist.
  2. Ver­wei­ge­rer im Bereich des Digi­ta­len haben gute Grün­de für ihre Ver­wei­ge­rung. Und ein guter Grund darf auch Selbst­schutz sein. Ein Leh­rer, der anwe­send ist und guten ana­lo­gen Unter­richt macht, ist für mich einem digi­ta­len Flip­pie vor­zu­zie­hen, der unter sei­nen Enga­ge­ment zusam­men­bricht oder durch eben­die­ses sel­ten vor Ort ist.
  3. Ich arbei­te poli­tisch. Ich hel­fe Schul­amts­mit­ar­bei­tern, Vor­stel­lun­gen im ent­schei­den­den Gre­mi­um zu prä­sen­tie­ren oder rede dort selbst. Ich knüp­fe Ban­de mit poli­tisch akti­ven Men­schen. Ich hal­te Poli­tik für eine anspruchs­vol­le Auf­ga­be und bewun­de­re Men­schen, die die­se Auf­ga­be wahr­neh­men. Ich bewun­de­re dabei nicht jede Ein­stel­lung und Hal­tung. Und das sage ich auch bei­des: Das eine wie das andere.
  4. Ich stel­le Schu­len selbst mit mei­nen Hän­den auf zeit­ge­mä­ße­re Tech­nik um. Von der Hard­ware­emp­feh­lung bis zur Raum­aus­stat­tung. Ich habe mir über Jah­re ein klei­ne­res Netz­werk aus Fir­men und Händ­lern dafür auf­ge­baut. Men­schen rufen mich an, wenn sie unsi­cher sind. Ich kann mich dar­auf ver­las­sen, dass die Arbeit fach­ge­recht erle­digt wird und von mir ver­zapf­ter Stuss auch direkt the­ma­ti­siert ist.
  5. Ich habe Geduld und ertra­ge auch her­be Rück­schlä­ge, die es dabei gibt. Das ist so im Leben. Ins­be­son­de­re ist es so in beam­ti­schen Strukturen.
  6. Ich bera­te und schu­le nicht mein eige­nes Sys­tem. Ich ent­schei­de und bestim­me dort in Hard­ware- und Netz­werk­fra­gen, stel­le Fra­gen, äuße­re Struk­tur­ideen, höre Bedar­fe und habe eine Ziel­vor­stel­lung vom Netz­aus­bau und der Medi­en­aus­stat­tung. Ich orga­ni­sie­re ger­ne exter­ne Bera­tung und Schu­lung, wenn die­se gewünscht und ange­for­dert wird. Ich unter­stüt­ze Kol­le­gen, die etwas zu orga­ni­sie­ren haben tech­no­lo­gisch mit geeig­ne­ten Sys­te­men. Die­ser Punkt mit dem eige­nen Sys­tem ist für mich sehr wich­tig. Ins­be­son­de­re die­se kla­re Grenz­zie­hung. Wenn Kol­le­ge z.B. das SMART­Board so nutzt, dass er einen Zet­tel unter den Pre­sen­ter legt und dar­auf sein Tafel­bild malt, dann ist das so.
  7. Ich ent­wick­le mich wei­ter. Ich ler­ne dazu. Ich blei­be nicht bei einer Stra­te­gie ste­hen, son­dern hin­ter­fra­ge ihre Wirk­sam­keit spä­tes­tens nach 1,5 Jah­ren. Die Wirk­sam­keit der Rede und des Den­kens war bis­her im Hin­blick auf den Schutt­berg eher ein wenig schlecht bis mies.
  8. Ich tei­le Ideen und Stra­te­gien, z.B. hier im Blog, aber auch mit Fir­men. Ich tei­le sie noch so, dass dar­aus für mich kei­ne Ver­bind­lich­kei­ten oder Ver­pflich­tun­gen erwach­sen. Wenn Geld fließt, ent­ste­hen immer die­se Verbindlichkeiten.
  9. Ich bedie­ne außer hier mit die­sem Blog und ein wenig auf Twit­ter kei­ne Öffent­lich­keit. Wenn eine Öffent­lich­keit bedient wer­den muss, bin­det das Resour­cen, die mir hier vor Ort feh­len wür­den. Die Erfol­ge hier in der Regi­on sind für mich der Motor. Aus ihnen ent­ste­hen die ein­zig für mich wich­ti­gen Wäh­run­gen wie Ver­trau­en oder das Gespräch beim gemein­sa­men Bierchen.

Das Schutt­berg­bei­spiel hinkt. Dafür könn­te man sich näm­lich durch­aus Dienst­leis­tun­gen ein­kau­fen. Im Bereich des Digi­ta­len muss man die­se Dienst­leis­tun­gen vor allem in der Flä­che erst noch ent­wi­ckeln oder sogar selbst erbrin­gen. Das wird irgend­wann ein­mal anders sein. Viel­leicht wenn genug gere­det und sin­niert wor­den ist.

 

Blogparade: Es war einmal die Lernlust | Bob Blume

Bob Blu­me ruft zu einer Blog­pa­ra­de auf. Dabei geht es um Per­sön­li­ches. Dar­über schrei­be ich eigent­lich ja nicht im Netz, obwohl ich auf Ver­an­stal­tun­gen durch­aus viel Per­sön­li­ches erzäh­le. Der der Auf­ga­be besteht also dar­in, distan­ziert zu blei­ben und trotz­dem etwas preiszugeben.

Ich hat­te Angst. Vor jeder Sport­stun­de. Vor jeder Eng­lisch­stun­de. Vor jeder Geschichts­stun­de. Unan­ge­kün­dig­te Voka­bel­test, die nie Voka­beln abfrag­ten, son­dern immer gan­ze, teil­wei­se sehr kom­ple­xe Wen­dun­gen. Die grü­nen Eng­lisch­ar­beits­hef­te unter dem Arm, ohne dass irgend­wann irgend­wie ein Hin­weis fiel, dass an die­sem Tag eine Arbeit geschrie­ben wer­den wür­de.  Aus der Quin­ta kom­mend, gaben mir die Noten die­ses Leh­rers fast den Rest. Ver­set­zung gefähr­det. Nach­hil­fe bei älte­ren Schü­le­rin­nen. In Geschich­te ähn­lich. In Sport: Rie­gen: „Rie­ge 1 spielt gegen Rie­ge 2!“ „Oha, in Rie­ge 1 schafft jetzt jeder einen Auf­schwung. Erzählt mal den ande­ren, was ihr gemacht habt!“ Dop­pel­kopf in einer Jugend­her­ber­ge auf Sylt gelernt. Uns selbst ein Gelän­de­spiel auf der gro­ßen Wan­der­dü­ne aus­de­cken müs­sen. Bei 2 Meter Bran­dung geba­det. Um die Süd­spit­ze von Sylt gelau­fen. „Er kün­digt die Arbei­ten und Tests nicht an, weil er möch­te, dass ihr auf jede Stun­de vor­be­rei­tet seid. Er möch­te nicht, dass Kin­der einen Vor­teil haben, die von zu Hau­se aus Unter­stüt­zung erfah­ren – daher macht er das!“, berich­te­te mei­ne Mut­ter nach dem Eltern­sprech­tag. Ich hat­te Ende der ach­ten Klas­se eine Drei in Eng­lisch. Ich muss­te für die­ses Fach nie wie­der etwas tun und bin nie unter einem Aus­rei­chend nach Hau­se gegangen.

Nach heu­ti­gen Maß­stä­ben hät­te ich mehr­mals tot sein und psy­chi­sche Schä­den davon­tra­gen müs­sen. Uner­bitt­lich her­kunfts­un­ab­hän­gig gerech­te, lei­ten­de, for­dern­de Men­schen wie er ebne­ten mir als ers­tem aus unse­rer Fami­lie den Weg an die Uni. Das Rie­gen­sys­tem: Sprach­lich-mili­tä­risch, im Kern maxi­ma­les koope­ra­ti­ves Ler­nen. Jede Rie­ge war fair zusam­men­ge­setzt aus Men­schen mit sport­li­chen Stär­ken und Schwä­chen. Es ging ums Gewin­nen. Gewin­nen als geschlechts­über­grei­fen­des Mann­schafts­er­leb­nis. Das Gelän­de­spiel als selbst­be­stimm­te, grup­pen­dy­na­mi­sche Übung wür­de heu­te mit kom­plett pro­to­ty­pisch kom­pe­tenz­be­sei­ert ver­zück­ter Spra­che beju­belt. Die­se Drei in Eng­lisch war eigent­lich eine Eins (ein Mäd­chen hat­te eine Zwei bekom­men). Es war emo­tio­nal eine schwie­ri­ge Zeit. Aber wir alle lern­ten das Den­ken bei ihm.

Ich den­ke heu­te mit Lust an sei­ne Stun­den zurück. Die Angst ist nicht mehr die prä­gen­de Erinnerung.

Es gab ein Klau­sur zurück. Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on. Rede von Rob­bes­pierre oder war es Mon­tes­quieu? (Anci­en ©gime). Er tob­te. Inner­lich. Er las uns die Rede vor und ersetz­te in ers­ter Lesung das Wort „Natio­nal­ver­samm­lung“ durch „NSDAP“, in zwei­ter Lesung war es die „Volks­kam­mer der DDR“. Ein­drück­lichs­te Bespre­chung einer Klau­sur. Betrof­fen­heit im Kurs. Es hat­te kaum einer das wah­re Gesicht der Rede erkannt. Angst. Ich viel­leicht auch nicht? „Auf das Schärfs­te zu ver­ur­tei­len“ stand in mei­nem Fazit in der Klau­sur. 12 Punk­te. In der Ober­stu­fe lief es bei mir eigent­lich. Ich muss­te nie etwas tun. In Geschich­te habe ich es nie mehr auf die­se Punkt­zahl gebracht, im Abitur in der münd­li­chen Prü­fung habe ich mich ohne Vor­be­rei­tung auf 7 Punk­te gela­bert. Ich hat­te ein Fun­da­ment – von wem wohl? Der Ober­stu­fen­leh­rer wur­de ein­mal rich­tig aus­fal­lend. Wir frag­ten um Erlaub­nis, auf eine Demons­tra­ti­on gehen zu dür­fen. „Haben Sie sie noch alle? Wenn Sie für Ihre Rech­te auf die Stra­ße gehen, dann tra­gen Sie halt die schu­li­schen Kon­se­quen­zen! Wie naiv muss man denn sein, zu glau­ben, dass der Kampf für Rech­te kon­se­quen­zen­los bleibt!“

Wir sind gegan­gen. Wie begos­se­ne Pudel. Sehr viel Schwei­gen auf der Hinfahrt.

Darf ich mich zu Ihnen set­zen?“ Was mich ich da wohl gerit­ten hat­te. Er war mein Phi­lo­so­phie­pro­fes­sor. Semi­nar zum us-ame­ri­ka­ni­schen Tran­szen­den­ta­lis­mus (Ralph Wal­do Emer­son z.B.). Aber an dem Abend war in der Knei­pe sonst kein Platz mehr frei und ich hat­te Hun­ger und konn­te ja nicht im Ste­hen essen. „Jun­ger Mann, vie­le mei­ner Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen glau­ben, Phi­lo­so­phie sei ein Selbst­zweck, selbst­re­fe­ren­ti­el­le Wis­sen­schaft. Ich sage: Die Phi­lo­so­phie steht in der Ver­ant­wor­tung nach­zu­wei­sen, dass sie der Gesell­schaft, von der sie bezahlt wird, wirk­lich etwas nützt. Ein Phi­lo­soph darf nicht hof­fen, irgend­wie an der Uni­ver­si­tät unter­zu­kom­men. Er muss sich aktiv um eine Stel­lung bemü­hen!“ Man kann sich den­ken, dass er in sei­ner Fakul­tät nicht so vie­le Freun­de hat­te. Aber eine Men­ge kon­kre­ter Umset­zungs­ideen zu sei­ner eige­nen For­de­rung (Heu­te darf man ja auch for­dern ohne eine Idee zur Umset­zung zu haben). Schließ­lich über­nahm er nach fast zwei Stun­den Gespräch mei­ne Rechnung.

Es war ein bis heu­te prä­gen­der Abend.

Alles Erleb­nis­se sind aus heu­ti­ger Sicht streit­bar und inhalt­lich, ver­klärt durch eine zur jewei­li­gen Zeit nicht voll­kom­men durch­re­flek­tier­te Hal­tung. Sie sind zudem nur ein Aus­zug aus allem Erleb­ten. Schu­le und Uni spei­sen mich als Per­sön­lich­keit gegen­über ande­ren Fak­to­ren eigent­lich ver­nach­läs­sig­bar gering. Genau die­se Span­nung, die Schwe­be, die­se Ambi­va­lenz der Emp­fin­dun­gen ist das, was für mich heu­te die Lust am Ler­nen ausmacht.

Wenn ich mich mit LDAP-Pro­to­kol­len her­um­quä­le, zei­gen mir die enga­gier­ten Anwen­der natür­lich kol­lek­tiv den Vogel. Aber genau das (den Vogel gezeigt bekom­men)  macht mir Spaß. „Bei Riecken muss man im Auf­satz min­des­tens ein­mal ‚Ambi­va­lenz‘ schrei­ben und immer Ent­wick­lun­gen auf­zei­gen!“ Ich weh­re mich inner­lich gegen sol­che Ste­reo­ty­pe. Aber eigent­lich stimmt dieser.

Wenn ich mein Schü­ler wäre, näh­me ich mich als Leh­rer total ambi­va­lent wahr. Kon­se­quenz und Gesump­fe eng bei­ein­an­der. Viel Span­nung ent­steht aber dadurch, dass es mir zuneh­mend schwe­rer fällt, Hal­tun­gen und Hand­lun­gen in eine Zahl zu pressen.

Weiterentwicklung des Datenschutzes

Das Grund­pro­blem

Schu­le hat aus Sicht des Daten­schut­zes ein gra­vie­ren­des Pro­blem: Per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten (Namen, Noten, Fehl­zei­ten usw.) wer­den in der Regel auch auf pri­va­ten Gerä­ten (Note­books, Tablets usw.) ver­ar­bei­tet, deren Soft­ware- und Aktua­li­sie­rungs­stand nicht kon­trol­lier­bar ist. Noch schlim­mer: Wer sich in einem Schul­netz wirk­lich ein­mal die Mühe macht, nach Frei­ga­ben und offe­nen Ports bei ein­ge­buch­ten Gerä­ten zu nut­zen, wird mit Sicher­heit fün­dig werden.

Es gibt beim nor­ma­len Anwen­der in der Regel über­haupt kein Bewusst­sein dar­über, wie die eige­nen Gerä­te zumin­dest mit Bord­mit­teln des Betriebs­sys­tems abge­si­chert wer­den kön­nen. Bei geschlos­se­nen Hard­war­uni­ver­sen wir z.B. bei App­le­pro­duk­ten hät­te er – selbst wenn er es woll­te – nicht ein­mal eine Mög­lich­keit der Absi­che­rung, son­dern ist auf die Vor­ga­ben der App­pro­gram­mie­rer und Gerä­te­her­stel­ler angewiesen.

Das ruft natür­lich jeden auf den Plan, der sich mit tech­ni­schem Daten­schutz beschäf­tigt. Es ist ver­lo­ckend, Schu­len in die­ser Hin­sicht Fir­men gleich­zu­stel­len, die in ihrem eige­nen Inter­es­se schon längst tech­ni­sche Lösun­gen dafür ent­wi­ckelt haben, sen­si­ble Daten zu schüt­zen. Dabei darf nicht ver­ges­sen wer­den, dass Fir­men in der Regel über aus­rei­chen­de finan­zi­el­le und per­so­nel­le Res­sour­cen ver­fü­gen, zum einen die Mit­ar­bei­ten­den hin­sicht­lich der Benut­zung der Fir­men­zu­gän­ge zu schu­len und zum ande­ren nicht nicht in der Ver­le­gen­heit sind, ihre Mit­ar­bei­ten­den mit ent­spre­chen­der Hard­ware aus­zu­stat­ten zu kön­nen und sich um deren Pfle­ge sowie Admi­nis­tra­ti­on zu kümmern.

Die Poli­tik ver­weist bei Kri­tik an die­sem Zustand dar­auf, dass es schließ­lich Sache der Schul­trä­ger sei, in den Schul­net­zen für ent­spre­chen­de Aus­stat­tung und Abhil­fe zu sor­gen. Der Schul­trä­ger wie­der­um kennt Netz­struk­tu­ren nur aus den eige­nen Ver­wal­tun­gen und so nimmt das Unheil dann sei­ne Lauf, wenn tech­ni­scher Daten­schutz z.B. im Rah­men der Ver­ar­bei­tung von Mel­de­da­ten 1:1 auf Schu­len über­tra­gen wird. Da gibt es dann

  • Schul­trä­ger, die den Ein­satz von WLAN gene­rell untersagen
  • Schul­trä­ger, die den Ein­satz von pri­va­ten Gerä­ten in Schul­net­zen gene­rell unter­sa­gen (Nein, das Mobil­funk­netz ist kei­ne Lösung, zumin­dest nicht flächendeckend)
  • Schul­trä­ger, die die Schul­netz­werk­lö­sun­gen und den Sup­port dafür out­sour­cen (z.B. damit oder damit), lei­der aber manch­mal Din­ge wie Fort­bil­dungkon­zep­te für Lehr­kräf­te ver­nach­läs­si­gen oder eben nicht in die Kal­ku­la­ti­on mit einbeziehen.
  • Schul­trä­ger, die auf­grund ihrer Erfah­rung in den Ver­wal­tun­gen, Hard­ware- und Raum­aus­stat­tungs­kon­zep­te fest vorgeben.

Und wer soll­te ihnen genau das ver­den­ken? An Schu­len gibt es schließ­lich meist nur Anwen­der­kom­pe­ten­zen, die das eige­ne End­ge­rät fokus­sie­ren und nicht Din­ge wie die Kon­zep­ti­on eines gan­zen Net­zes mit sei­ner Infrastruktur.

Die For­de­run­gen des Daten­schut­zes tra­gen in ganz erheb­li­chen Maße zu die­sem Dilem­ma bei.

Kei­ne kla­ren Aussagen

Für ein in mei­nen Augen recht weg­wei­sen­des Pro­jekt habe ich ver­sucht, von vorn­her­ein Daten­schutz­über­le­gun­gen mit ein­zu­be­zie­hen. Ich habe mich bei zustän­di­gen Stel­len erkun­digt und kon­kre­te Fra­gen zu kon­kre­ten The­men gestellt. Was dabei her­aus­kommt? Zwei Juris­ten, ein Tech­ni­ker und 3+n Mei­nun­gen. Dabei bräuch­ten Schu­len, die das The­ma Daten­schutz ernst­neh­men wol­len, drin­gend Unter­stüt­zung, z.B. bei:

  • der For­mu­lie­rung von Nut­zungs­ord­nun­gen im Schulnetz
  • der Fest­stel­lung eines Daten­rah­mens, der dem Gebot der Daten­spar­sam­keit genügt (Gehört der Beruf der Eltern in eine Schulakte?)
  • der For­mu­lie­rung von Nut­zungs­be­din­gun­gen bei der Nut­zung des schul­ei­ge­nen WLAN
  • der For­mu­lie­rung von Ein­ver­ständ­nis­er­klä­run­gen zur Nut­zung von Bil­dern der Schü­le­rin­nen und Schü­lern für die Öffent­lich­keits­ar­beit von Schu­len (eher Urhe­ber­recht, aber das ist nicht weni­ger diffizil)
  • der Auf­stel­lung von Min­dest­stan­dards den tech­ni­schen Daten­schutz betref­fend: Wo steht der Schul­ser­ver? Wie ist er gesichert? […]

Beklagt man das Feh­len von Mus­ter­schrei­ben, so wird immer wie­der dar­auf ver­wie­sen, dass jede Schu­le und jeder Schul­trä­ger indi­vi­du­el­le Vor­stel­lun­gen hat und daher immer auf den kon­kre­ten Fall geschaut wer­den müs­se. Wie soll aber eine Schu­le oder ein Schul­trä­ger etwas leis­ten, was sich über­ge­ord­ne­te Stel­len nicht zutrau­en? So geht es jeden­falls in mei­nen Augen nicht wei­ter. Mir scheint, dass die­ses Dilem­ma den Daten­schüt­zern selbst auch durch­aus bewusst ist. Die Tech­nik ist da noch rela­tiv leicht zu lösen und zu beherrschen.

Kri­tik

Man kann in mei­nen Augen nicht ein­fach etwas vor­ge­ben und ver­lan­gen, für das man selbst kei­ne Kon­zep­te und Modell­pro­jek­te vor­zu­wei­sen hat. Die Akzep­tanz wird gegen Null ten­die­ren und jeder wird in dem Bereich der neu­en Medi­en dann eher machen, was er will, bevor dann gar nichts an Inno­va­ti­on geschieht. Und das läuft den Grund­prin­zi­pi­en und der Inten­ti­on des Daten­schut­zes dann oft dia­me­tral entgegen.

Zukunftsapodiktionen

Hin­weis:

Das fol­gen­de Inter­view ist eine Fik­ti­on. Eine ein­sei­ti­ge Fik­ti­on, in die jede gut­mei­nen­de Kraft des heu­ti­gen Net­zes – etwas Bos­haf­tig­keit vor­aus­ge­setzt – inte­griert wer­den kann. Der Gegen­text exis­tiert auch schon in mei­nem Kopf, klingt aber bei Wei­tem nicht so rea­lis­tisch :o)…

 

Erst­ma­lig ist es Repor­tern der Hau­te Dai­ly gelun­gen, Eric Bald­win, CEO des Inter­net­mo­no­po­lis­ten „Event Hori­zon Inc.“ zu einem Inter­view anläss­lich der Imple­men­tie­rung des Ethik­ra­tes inner­halb des Unter­neh­mens zu bewe­gen. Details zu die­sem Rat wur­den durch den Whist­leb­lower Peter Foo­ma­tic im Ver­lauf des letz­ten Jah­res bekannt.

HDHerr Bald­win, wie kam es zu der Ein­set­zung es Ethik­ra­tes bzw. über­haupt zu der Idee, tech­no­lo­gi­sche Inno­va­ti­on durch Phi­lo­so­phen, Rechts­ge­lehr­te und Volks­wir­te beglei­ten bzw. die spä­te­re Umset­zung selbst von ethi­schen Kate­go­rien abhän­gig zu machen?

EB: Dazu müss­te man weit in die Geschich­te des Inter­nets zurück­ge­hen, die ja auch Teil der Geschich­te unse­res Unter­neh­mens ist. Im Grun­de genom­men ist der Ethik­rat Aus­druck einer Arro­ganz. Ver­kürzt dar­ge­stellt wol­len wir den Nut­zer vor sich selbst schützen.

HD: Das bedarf jetzt aber einer Erläu­te­rung, Herr Baldwin!

EB: Wir gehen ein­mal in die Jah­re 2008–2018 zurück, also in eine Zeit, in der der Peach­kon­zern noch selbst­stän­di­ge Akti­en­ge­sell­schaft war, bevor er schließ­lich in unse­rem Kon­sor­ti­um auf­ging. Peach ist es gelun­gen, einen fun­da­men­ta­len Bedarf in der Bevöl­ke­rung zu decken, der sich in den Jah­ren zuvor in der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Betriebs­sys­tem „Weich­fens­ter“ ent­wi­ckelt hat­te: Tech­nik als Geg­ner und Zeit­fres­ser, der User als stän­di­ger Ver­lie­rer. Vor allem letz­te­res hat­te immense psy­cho­lo­gi­sche Kon­se­quen­zen: Nie­mand steht ger­ne hilf­los da, das Beloh­nungs­sys­tem unse­res Gehirns braucht Erfolgs­er­leb­nis­se. Mit Peach­pro­duk­ten waren auf ein­mal die­se Erfolgs­er­leb­nis­se wie­der da: Man konn­te Daten über meh­re­re Gerä­te hin­weg syn­chro­ni­sie­ren, man konn­te Medi­en auf ein­fa­che Art und Wei­se an fast jedem Ort kon­su­mie­ren, man konn­te sein Zeit effek­ti­ver gestal­ten durch z.B. eine funk­tio­nie­ren­de Ter­min­ver­wal­tung und Bün­de­lung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge – man konn­te über­haupt „sein Netz“ über­all hin mit­neh­men – das pTalk, ers­tes SMART­Pho­ne sei­ner Art,  hat die Welt ver­än­dert: Ergo man war in sei­ner Wahr­neh­mung tech­nisch wie­der kom­pe­tent und zahl­te dafür auch gerne.

HD: Ein pro­fi­ta­bles Geschäfts­mo­dell, das im Wesent­li­chen auf Nied­rig­lohn­po­li­tik in Asi­en basier­te, qua­si eine moder­ne Form des Koloniallismus.

EB: Nen­nen Sie mir eine Fir­ma, die die­ses Prin­zip in die­ser Peri­ode nicht ver­folgt hat. Die Anfor­de­run­gen des Mark­tes waren halt so. Es ging nicht um eine lan­ge Nut­zungs­dau­er oder Nach­hal­tig­keit der Gerä­te. Spe­zi­ell Peach­ge­rä­te wie­sen zwar eine lan­ge Lebens­dau­er auf, jedoch woll­ten die Nut­zer immer etwas Neu­es, was kur­ze Inno­va­tions- und Pro­duk­ti­ons­zy­klen erfor­der­te, damit das Unter­neh­men wirt­schaft­lich wach­sen und die Ansprü­che sei­ner Aktio­nä­re bedie­nen konn­te. Also war das pri­mä­re Ziel Wirt­schaft­lich­keit, hier ins­be­son­de­re in Form hoher Mar­gen. Wei­ter­hin war es Stra­te­gie, die Kun­den an das eige­ne Öko­sys­tem zu bin­den, wie es Sear­chie­gi­gant schon etwas län­ger vor­mach­te. Den Kun­den mach­te das wenig aus, da das Gan­ze bei Peach­ge­rä­ten eben ein­fach funk­tio­nier­te und bei Sear­chie­gi­gant eben tech­nisch leis­tungs­fä­hig und kos­ten­los war.

HD: Also eine Befrei­ung durch tech­no­lo­gi­sche Innovation. 

EB: Ja und nein. Die­se Zeit ist Ursprung einer Ent­wick­lung, die wir heu­te kri­tisch sehen. Wir haben her­vor­ra­gend davon gelebt, dass die Nut­zer in der Mehr­zahl tech­nisch weit­ge­hend inkom­pe­tent waren. Sie kön­nen oder wol­len Ihren DSL-Rou­ter nicht kon­fi­gu­rie­ren? Kein Pro­blem, sie bekom­men von uns eine fern­wart­ba­re Black­box. Ihr Betriebs­sys­tem soll ein­fach funk­tio­nie­ren? Ger­ne, wir kon­fi­gu­rie­ren es zen­tral aus der Cloud usw.. So kam es, dass die meis­ten Nut­zer sich zwar auf einer kom­mu­ni­ka­ti­ve Ebe­ne kom­pe­tent im Netz bewe­gen konn­ten, von der Funk­ti­ons­wei­se von Hard- und Soft­ware aber zuneh­mend ent­frem­det wur­den – genau das war das Geschäfts­mo­dell, da wir so Abhän­gig­kei­ten schaf­fen konn­ten, die zu einer Kun­den­bin­dung führten.

HD: Aber es gab doch immer schon kri­ti­sche Stim­men. Vor allen in den dama­li­gen klas­si­schen Print­me­di­en fan­den in den Feuil­le­tons und in zahl­rei­chen Blogs dezi­dier­te Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit ihren Geschäfts­prak­ti­ken statt. Wol­len Sie Ihre dama­li­gen Kun­den als inkom­pe­tent darstellen? 

EBAls tech­no­lo­gisch (das ist eine wich­ti­ge Ein­schrän­kung!) inkom­pe­tent und vor allem naiv, ja. Das klingt hart. Aber aus die­ser Zeit stam­men aber alle Daten, die wir heu­te für die Geschäfts­zwei­ge nut­zen, die für uns die pro­fi­ta­bels­ten sind. Die Ent­wick­lung hin zu neu­en Geschäfts­fel­dern wie dem Ver­si­che­rungs- und dem Kre­dit­we­sen basiert auf Daten, die die Men­schen uns frei­wil­lig gege­ben haben auf Platt­for­men, die sie als inte­gral für ihr Leben emp­fun­den haben und immer noch emp­fin­den. Dabei haben wir anfäng­lich die Algo­rith­men bewusst „dumm“ gestal­tet: Wer z.B. eine Kaf­fee­ma­schi­ne kauf­te, bekam über unse­re Wer­be­netz­wer­ke nur noch Kaf­fee­ma­schi­nen in Wer­be­an­zei­gen ange­prie­sen. Er konn­te dann mit dem Fin­ger auf uns zei­gen und sagen: „Schaut her, was für eine däm­li­che Algo­rith­mik!“ Es war wich­tig, Men­schen die­ses Über­le­gen­heits­ge­fühl gegen­über Tech­nik zu geben, obwohl sie schon längst davon ent­frem­det waren, damit sie uns wei­ter Infor­ma­tio­nen über sich lieferten.

Wir kön­nen heu­te so die ver­läss­lichs­ten Aus­sa­gen zu Kre­dit­wür­dig­keit eines Men­schen machen. Wir wis­sen heu­te über den Lebens­wan­del und damit über mög­li­che gesund­heit­li­che Risi­ken eine Men­ge, sodass wir maß­ge­schnei­der­te Tari­fe anbie­ten kön­nen. Eben­so hel­fen uns die gesam­mel­ten Geo­da­ten von Tablets und Han­dys, um Aus­sa­gen über das Fahr- und Rei­se­ver­hal­ten machen zu kön­nen. Damit zahlt jeder bei uns für sein indi­vi­du­el­les Risi­ko­pro­fil. Im Prin­zip pro­fi­tie­ren die­je­ni­gen davon, die sich mög­lichst risi­ko­arm im Sin­ne unse­rer Algo­rith­mik ver­hal­ten – was für unse­re Ent­wick­lungs­ab­tei­lung hin­sicht­lich der Nach­wuchs­aqui­se zuneh­mend pro­ble­ma­tisch wird – dazu aber spä­ter mehr. Es ging ja um die Nai­vi­tät: Die Nai­vi­tät bestand dar­in zu glau­ben, dass per­sön­li­che Daten für nie­man­den einen Wert besit­zen. Dass dem nicht so ist, wur­de durch die Snow­den-Affä­re zwar über­deut­lich, aber die Kon­se­quenz für die meis­ten Nut­zer wäre gewe­sen, Bequem­lich­kei­ten auf­ge­ben zu müs­sen – und sei es nur die Bequem­lich­keit, die poli­ti­schen Grup­pen nicht aktiv oder pas­siv zu unter­stüt­zen, die uns hät­ten Paro­li bie­ten kön­nen. Das erschien jedoch den meis­ten nicht rea­lis­tisch, ja es ging sogar noch wei­ter: Mah­ner in die­ser Ent­wick­lung wur­den oft als recht­ha­be­risch, bzw. von „oben her­ab“ emp­fun­den. Psy­cho­lo­gisch ver­ständ­lich, da ihnen zu fol­gen bedeu­tet hät­te, Ver­hal­ten ändern zu müs­sen. Für uns lief das so schon ganz gut.

Dabei kam uns zusätz­lich eine Para­do­xie sehr zu pass: Gegen­über dem Staat gab es enor­me Emp­find­lich­kei­ten, wenn die­ser sei­ne Zugriffs­mög­lich­kei­ten erwei­tern woll­te, gegen­über uns nicht. Der Staat muss­te zumin­dest demo­kra­ti­sche Kon­se­quen­zen befürch­ten – im Prin­zip konn­te man Regie­run­gen abwäh­len, wir konn­ten die Infor­ma­ti­ons­strö­me so steu­ern, dass unse­re Begehr­lich­kei­ten und Ver­feh­lun­gen  nicht lan­ge im Fokus der Öffent­lich­keit blie­ben. Mit jeder AGB-Ände­rung im Juris­ten­deutsch konn­ten wir aus­ta­rie­ren, wie weit man gehen konn­te. Das las ja nie­mand und liest es bis heu­te nicht. Die gut gemein­ten staat­li­chen Auf­klä­rungs­pflich­ten kamen uns dabei sehr ent­ge­gen, weil sie die Ver­trags­wer­ke ledig­lich wei­ter aufbliesen.

Der Staat hät­te uns zwar poli­tisch Ein­halt gebie­ten kön­nen, aber das hät­te kaum eine Regie­rung län­ger als eine Legis­la­tur­pe­ri­ode über­lebt. Des­halb der Deal mit den stan­dar­di­sier­ten Schnitt­stel­len wie in den frü­hen Anfän­gen die SINA-Box. Das Staat bekam die Infor­ma­tio­nen, die er mein­te zu brau­chen und ließ im Gegen­zug uns dafür in Ruhe.

HD: Sie leben doch aus­ge­spro­chen gut von der Tak­tik, die Sie da gefah­ren haben. Soll­ten Sie den Nut­ze­rin­nen und Nut­zern nicht dank­bar sein?

EB: Unse­re Natur ist nicht die Dank­bar­keit. Das ist ein wirt­schaft­li­ches Über­le­bens­prin­zip. Und es war kein Plan, son­dern es hat eben so erge­ben, weil es unse­re Natur ist. Und es wäre so nicht mög­lich gewe­sen, wenn wir die Welt für den Nut­zer nicht auch zum Posi­ti­ven gewen­det hät­ten. Der Zugang zu Bil­dung, Kunst und Kul­tur ist durch uns welt­weit für jeder­mann mög­lich gewor­den. Jeder konn­te auf ein­mal ein Sen­der sein und sei­ne Ideen ver­wirk­li­chen – frei­lich blie­ben die meis­ten Kon­su­men­ten. Das ist objek­tiv ein media­ler Wan­del, der ohne Wei­te­res mit dem des Buch­drucks ergleich­bar ist. Dabei haben wir nie zwi­schen gro­ßen und klei­nen Play­ern unter­schie­den, son­dern vor allem unse­re Such­al­go­rith­men nach qua­li­ta­ti­ven, mög­lichst neu­tra­len Gesichts­punk­ten gestal­tet. Wer kei­ne Qua­li­tät in unse­rem Sin­ne bie­ten konn­te, muss­te sich eben hoch­kau­fen, indem er uns direkt Geld bezahl­te oder sein Glück mit SEO-Agen­tu­ren ver­such­te, mit denen wir uns immer ein Ren­nen lie­fer­ten, was für die SEOs schluss­end­lich nicht zu gewin­nen war. Das merk­ten die Kun­den dann und zahl­ten gleich direkt an uns.

Tak­ti­ken gab es aber auch: So such­ten wir uns gezielt Per­so­nen, die in den sozia­len Netz­wer­ken über einen hohen Repu­ta­ti­ons­grad ver­füg­ten, um vor­geb­lich kri­ti­sche Mei­nun­gen zu streu­en, die aber letzt­lich in unse­rem Sin­ne waren. Die Idee kam dabei von Agen­tu­ren, die über ein­ge­kauf­te Agen­ten Pro­dukt­be­wer­tun­gen plat­zier­ten. Wir muss­ten ler­nen, wie die­se Bewer­tun­gen zu for­mu­lie­ren waren, damit sie als authen­tisch akt­zep­tiert wur­den. So lie­ßen sich auch Waren­strö­me steu­ern und Über­ka­pa­zi­tä­ten viel geschick­ter nut­zen als über klar erkenn­ba­re Abschrei­bungs­kam­pa­gnen, wenn sich ein Her­stel­ler mal hin­sicht­lich der Attrak­ti­vi­tät sei­nes Pro­duk­tes ver­kal­ku­lier­te und es zum Schleu­der­preis auf den vor­wie­gend dann Bil­dungs­markt warf. Im Bil­dungs­markt ziel­ten wir dabei auf Mul­ti­pli­ka­to­ren. Wenn man die­sem das lang ver­lo­re­ne Kom­pe­tenz­ge­fühl in tech­ni­schen Din­gen zurück­gab, kauf­ten Sie auch Gerä­te zum Nor­mal­preis und war­ben Gel­der für die Beschaf­fung grö­ße­rer Char­gen wie selbst­ver­ständ­lich ein. „Psy­cho­lo­gy over­ri­des cos­ts“ sag­te da unser Ver­trieb immer.

HD: Das ist doch unglaub­lich unfair. Gera­de der Bil­dungs­be­reich war doch über Jah­re dem tech­ni­schen Fort­schritt weit hin­ter­her. Wer­fen Sie jetzt den dort Täti­gen auf noch Nai­vi­tät und Unwis­sen­heit vor, denen doch vor­wie­gend das Auf­ho­len die­ses Rück­stands und damit die Vor­be­rei­tung der ihnen anver­trau­ten Men­schen auf den Arbeits­markt am Her­zen lag und – mit Ver­laub – auch immer lie­gen wird?

EB: Die Moti­ve die­ser Men­schen stel­le ich doch nicht infra­ge. Wir haben doch gera­de die Situa­ti­on, die sie da beschrei­ben zu nut­zen gewusst, wobei bei­de Sei­ten schluss­end­lich pro­fi­tiert haben. Dar­an ist nichts ver­werf­lich. Wir hat­ten etwas, was ande­re nicht hat­ten und es ihnen ver­kauft. So ist das in unse­rem Wirt­schafts­sys­tem. Hät­te man jetzt alle dazu nöti­gen sol­len Open­So­ur­ce-Pro­duk­te ein­zu­set­zen und alles an mög­li­chen Diens­ten selbst zu hos­ten? Sie haben viel­leicht schon ver­ges­sen, wie es um die Patch­le­vel der aller­meis­ten Joomla!-Installationen von Schu­len bestellt war und hät­ten dann das Gejam­mer hören sol­len, wenn wir die­se wegen Viren­be­fall aus den Such­ergeb­nis­sen aus­ge­lis­tet haben. Leh­rer und Bil­dungs­trei­ben­de waren bemüht, aber letzt­end­lich doch eher dil­le­tan­tisch bei der tech­ni­schen Umset­zung. Das kön­nen wir bes­ser, ver­läss­li­cher und vor allem siche­rer. Das zeigt die Zuver­läs­sig­keit unse­rer Diens­te über Jah­re hin­weg. Wenn der Staat es anders gewollt hät­te, wäre sogar mit uns etwas mög­lich gewesen.

Aber der Staat war den ver­än­der­ten Umstän­den mit sei­nen alt­her­ge­brach­ten poli­ti­schen Sys­tem nicht gewach­sen, qua­si kaum noch reak­ti­ons­fä­hig – anders sind Ent­wick­lun­gen wie das dama­li­ge Leis­tungs­schutz­recht kaum zu erklä­ren. Die einst mäch­ti­gen Pres­se­ver­la­ge sind aber dann ja schluss­end­lich an ihrer Per­so­nal- und Ver­gü­tungs­po­li­tik zugrun­de gegan­gen. Wir bie­ten Buch­au­toren und Jour­na­lis­ten mitt­ler­wei­le pro­fi­ta­ble­re Verdienstmöglichkeiten.

HD: Und Sie haben selbst von unzäh­li­gen kos­ten­los agie­ren­den Leis­tungs­trä­gern profitiert.

EB: Natür­lich nut­zen wir Ent­wick­lun­gen aus dem Open­So­ur­ce­be­reich. Natür­lich ver­bes­sern wir unse­re Tex­ter­ken­nungs- und Über­set­zungs­al­go­rith­men mit Hil­fe von Men­schen, die davon kaum etwas mit­be­kom­men. Nur ist der Bei­trag jedes Ein­zel­nen dabei so mini­mal, dass man da kaum von Aus­nut­zung spre­chen kann. Die Men­schen geben uns die­se Leis­tung frei­wil­lig, genau wie damals bei Wiki­pe­dia, das wir nun als Pro­jekt wei­ter­ent­wi­ckeln und es geschafft haben, die Autoren­knapp­heit maß­geb­lich zu kompensieren.

HDSind nicht Sie mitt­ler­wei­le der­je­ni­ge, der für uns die Part­ner auf­grund der Social-Media-Pro­fi­le über Gesichts­er­ken­nungs­al­go­rith­men aus­sucht? Steu­ern Sie nicht die Inter­es­sen des Ein­zel­nen durch maß­ge­schnei­der­te Such­ergeb­nis­se? Kon­trol­lie­ren Sie nicht damit auch das Wis­sen? Sind Sie nicht schon viel zu mäch­tig geworden?

EB: Genau das ist unser momen­ta­nes Pro­blem, wes­we­gen wir zukünf­tig jede tech­no­lo­gi­sche Inno­va­ti­on durch eine Ethik­kom­mis­si­on beglei­ten las­sen wol­len. Die Leu­te sehen mehr und mehr das, was unse­re Algo­rith­mik als sinn­voll für sie aus­wählt. Wir füh­ren genau dar­auf zurück, dass wir immer weni­ger krea­ti­ve Köp­fe für die Arbeit in unse­rem Unter­neh­men fin­den. Die meis­ten Bewer­ber kön­nen wohl Bekann­tes reas­sem­blie­ren und reme­di­a­li­sie­ren und das auch ästhe­tisch anspre­chend, aber es fehlt zuneh­mend an fun­dier­tem tech­no­lo­gi­schen Wis­sen (das haben auch wir der Bevöl­ke­rung „weger­zo­gen“) gepaart mit Quer­trei­be­rei. Die Absol­ven­ten sind uns zu uni­form, so sehr auf das gefäl­li­ge Lösen immer neu­er Auf­ga­ben gepolt. Sie gehen ins­ge­samt weni­ger Risi­ken ein. Sie haben oft Angst, im pri­va­ten Bereich Ver­än­de­run­gen hin­neh­men zu müs­sen und pas­sen sich daher im Beruf aus unse­rer Sicht zu stark an.

Des­we­gen wol­len wir nun selbst das Rad ein wenig zurück­dre­hen und dar­über dis­ku­tie­ren, was es eigent­lich bedeu­tet, wenn eine Frau einem Mann in einer Bar kei­nen Drink aus­gibt, weil ihr unser Gesichts­er­ken­nungs­al­go­rith­mus mit­ge­teilt hat, dass sie mit der „Ziel­per­son“ auf­grund unter­schied­li­cher Inter­es­sen und des vor­an­ge­hen­den Lebens­wan­dels nicht kom­pa­ti­bel ist. Unse­re Vor­stel­lung von Kom­pa­ti­bi­li­tät hat eben immer auch ethi­sche Dimensionen.

War­um soll­te wei­ter­hin der schon zwei­mal geschei­ter­te Start-Up-Grün­der nicht kre­dit­wür­dig sein, wenn es doch in sei­nem Schei­tern viel­leicht für den drit­ten Ver­such gereift ist. Wo lie­gen da die Gren­zen der Algo­rith­mik, wo ihre Chancen?

Im Grun­de genom­men waren die­se Fra­gen immer schon da – etwa als die dama­li­ge auto­ma­ti­sche Ergän­zung von Such­be­grif­fen Per­so­nen in eine ein­deu­ti­ge „Ecke“ stell­ten und Gerichts­ent­schei­dun­gen uns da Ein­halt gebo­ten. Ent­schei­dend für die Per­son ist ja nicht, dass die­se Daten aus Anfra­gen Drit­ter algo­rith­mi­siert wur­den – ent­schei­dend ist die dar­aus resul­tie­ren­de Wahrnehmung.

Für uns war in der Rück­schau sehr wich­tig, dass es Leu­te gab, die die Exis­tenz von Pri­vat­s­sphä­re und so etwas wie Eigen­tum an Daten als Relik­te der bür­ger­li­chen Welt abta­ten, weil es uns eben weit mehr nütz­te als den Gut­men­schen in ihrem Glau­ben an eine bes­se­re Welt. Auch das ist ethisch schwie­rig, wie wir heu­te wissen.

HD: Wir dan­ken ihnen für die­ses Gespräch, Herr Baldwin!

SchiLf Leitbildentwicklung

Ein Leit­bild ist eine schrift­li­che Erklä­rung einer Orga­ni­sa­ti­on über ihr Selbst­ver­ständ­nis und ihre Grund­prin­zi­pi­en. Es for­mu­liert einen Ziel­zu­stand (Rea­lis­ti­sches Ide­al­bild)[1]. Nach innen soll ein Leit­bild Ori­en­tie­rung geben und somit hand­lungs­lei­tend und moti­vie­rend für die Orga­ni­sa­ti­on als Gan­zes und die ein­zel­nen Mit­glie­der wir­ken. Nach außen (Öffent­lich­keit, Kun­den) soll es deut­lich machen, wofür eine Orga­ni­sa­ti­on steht. Es ist eine Basis für die Cor­po­ra­te Iden­ti­ty einer Orga­ni­sa­ti­on. Ein Leit­bild beschreibt die Mis­si­on und Visi­on einer Orga­ni­sa­ti­on sowie die ange­streb­te Orga­ni­sa­ti­ons­kul­tur. Es ist Teil des nor­ma­ti­ven Manage­ments und bil­det den Rah­men für Stra­te­gien, Zie­le und ope­ra­ti­ves Handeln.

Quel­le: http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensleitbild

Unse­re Schu­le hat sich in den letz­ten bei­den Tagen auf den Weg gemacht, ein sol­ches Leit­bild zu ent­wi­ckeln, wobei auf exter­ne Mode­ra­ti­on zurück­ge­grif­fen wur­de. Vor­be­rei­tet wur­den die­se zwei Tage in einer Steue­rungs­grup­pe. Her­aus­ge­kom­men sind zwölf Sät­ze, die nun redak­tio­nell über­ar­bei­tet wer­den. Mit in die­se zwölf Sät­ze sind die Vor­schlä­ge der Eltern- und Schü­ler­ver­tre­tung ein­ge­flos­sen.  Im Wesent­li­chen erfolg­te die Erar­bei­tung in vier Schritten:

Schritt 1 – SOFT-Analyse

Eine SOFT-Ana­ly­se lehnt sich an das Prin­zip der SWOT-Ana­ly­se an. Nach einer Vor­stel­lung der kom­men­den SchiLf auf einer Dienst­be­spre­chung soll­te zu den Punk­ten der SWOT-Ana­ly­se ein Papier in Stich­wor­ten aus­ge­füllt wer­den, des­sen Aus­wer­tung dann den Ein­stieg zur SchiLf bildete.

Schritt 2 – Kritikphase

In klei­nen Grup­pen hat jeder auf eine Kar­te geschrie­ben, wel­che Pro­ble­me an der Schu­le auf­tre­ten. Aus die­sen Kar­ten hat die Grup­pe dann drei aus­ge­wählt und auf ein Pla­kat geklebt. Die­se Kar­ten konn­ten dann vom Ple­num spä­ter „bepunk­tet“ (Kle­be­punkt)  wer­den. Die Top 10 wur­den zu einer Vor­la­ge verarbeitet.

Schritt 3 – Utopiephase

In klei­nen Grup­pen hat jeder auf eine Kar­te geschrie­ben, wel­che Wün­sche er – los­ge­löst von orga­ni­sa­to­ri­sche, räum­li­chen oder finan­zi­el­len Beschrän­kun­gen hat. Aus die­sen Kar­ten hat die Grup­pe dann drei aus­ge­wählt und auf ein Pla­kat geklebt. Die­se Kar­ten konn­ten dann vom Ple­num spä­ter „bepunk­tet“ (Kle­be­punkt)  wer­den. Die Top 10 wur­den zu einer Vor­la­ge verarbeitet.

Schritt 4 – Leitsatzformulierung

Nach einem kur­zen Input zum Wesen eines Leit­bil­des ging es mit einer umfang­rei­chen Mate­ri­al­samm­lung dar­an, kon­kre­te Sät­ze für das Leit­bild zu for­mu­lie­ren. Als Mate­ri­al stand zur Verfügung:

  1. Das Arbeits­er­geb­nis der Schü­le­rin­nen und Schüler
  2. Das Arbeits­er­geb­nis der Eltern
  3. Das Arbeits­er­geb­nis der der ers­ten bei­de Phasen
  4. Ergeb­nis­se der letz­ten SchiLf
  5. Der theo­re­ti­sche Input
  6. Wei­te­re Din­ge, die ich jetzt ver­ges­sen habe

Die For­mu­lie­rung erfolg­te wie­der in Grup­pen. Die Sät­ze wur­den wie­der­um im Ple­num bepunk­tet und ein Ran­king (Top 12) ent­wi­ckelt. Unnö­tig zu erwäh­nen, dass es alle Sät­ze unse­rer Klein­grup­pe in die Top 12 geschafft haben :o)…

Schritt 5 – Vor­stel­lung des Ergeb­nis­ses und Ausblick

Die Steue­rungs­grup­pe stell­te die for­mu­lier­ten Sät­ze und das wei­te­re Ver­fah­ren vor. Die Sät­ze wer­den jetzt redak­tio­nell bear­bei­tet und an die Eltern- und Schü­ler­ver­tre­tung zurück­ge­ge­ben, um sie nach einer Art Beneh­mens­her­stel­lung dann in der Gesamt­kon­fe­renz zu beschließen.

Der Rah­men

Die SchiLf erfor­der­te zwei Tage, wobei an einem Tag der Unter­richt noch bis zur 6. Stun­de statt­fand. Für das leib­li­che Wohl, für eine gute Atmo­sphä­re und für viel Zeit zwi­schen den Arbeits­pha­sen zum Aus­tausch war her­vor­ra­gend gesorgt. Deut­lich war zu mer­ken, wie viel Arbeit, Gedan­ken und Sinn für Details im Vor­feld  in die­se SchiLf gesteckt wur­de. Ich habe es als eine Form von Wert­schät­zung gegen­über dem Kol­le­gi­um emp­fun­den. Es gab für die Betei­lig­ten kei­nen Blu­men­strauß oder obli­ga­to­ri­schen Fla­schen zum Dank. Es gab etwas voll­kom­men ande­res, was die­se erfah­re­ne Wert­schät­zung wie­der­um erwi­der­te und was in die­ser Form noch nie da gewe­sen ist.

Kom­men­tar

Die Mode­ra­ti­on wen­de­te Metho­den des Pro­jekt­ma­nage­ments an, wie es in Fir­men und vie­len Ver­wal­tun­gen üblich ist (und zum Glück auch zuneh­mend bei uns in der Medi­en­be­ra­tung). Beein­druckt hat mich vor allem die Ein­wand­be­hand­lung im Ple­num. Ein­wän­de las­sen sich für mich immer in zwei Kate­go­rien unterteilen:

  1. Pro­zess­re­flek­tie­ren­de Ein­wän­de (z.B. „War­um machen wir das eigent­lich so und nicht anders?“)
  2. Risi­ko­mi­ni­mie­ren­de Ein­wän­de (z.B. „Kommt dabei denn wirk­lich auch das her­aus, was wir an Qua­li­tät erwarten?“

Die Mode­ra­ti­on ging sehr sou­ve­rän und schlag­fer­tig mit die­sen Ein­wän­den um. Dahin­ter steckt natür­lich die Über­zeu­gung, dass das Ver­fah­ren erprobt war, aber auch die Fähig­keit zu „reframen“, d.h. den Ein­wand selbst als wert­schät­zen­des Moment und nicht als Angriff umzu­deu­ten. Das ist immer ein­fa­cher, wenn man als Exter­ner agiert und daher bera­te ich mein eige­nes Sys­tem z.B. grund­sätz­lich nicht, wur­de aber in den Klein­grup­pen dabei „erwischt“, selbst in die Bera­ter­rol­le zu fal­len :o)…

Leit­bild­ent­wick­lung sehe ich aus einer exter­nen Bera­ter­rol­le immer etwas kri­tisch: Leit­bil­der zei­gen mir eher, wor­an eine Orga­ni­sa­ti­on noch arbei­ten muss. Gleich­wohl habe ich als Teil­ge­ben­der der SchiLf vor allem den Pro­zess zur For­mu­lie­rung der Leit­bild­sät­ze auch als iden­ti­täts­stif­tend und damit sehr wert­voll erlebt. Ein­mal mehr ist mir auf­ge­fal­len, dass unter­schied­li­che Men­schen mit unter­schied­li­chen Begrif­fen unter­schied­li­che Din­ge mei­nen, aber im Grun­de das Glei­che wol­len und die glei­chen Bedürf­nis­se haben – übri­gens ein zen­tra­les Kon­zept sys­te­mi­schen Denkens.

Extern betrach­tet hät­te man all das auch in einer Stun­de mit digi­ta­len Werk­zeu­gen erle­di­gen kön­nen. Aber ich glau­be, dass die Ver­bin­dung zwi­schen Ergeb­nis und Gefühl eben auch gemein­sa­me Zeit erfordert.

Die Feh­len­de Zeit und der All­tag arbei­ten da oft gegen ein Sys­tem – aber das kennt auch jeder, der eine Bezie­hung führt. Funk­ti­on und Zufrie­den­heit kom­men nicht allein, sie müs­sen erar­bei­tet sein, weil sie eben durch die­se Arbeits­leis­tung erst ihren Wert erhalten.

Inso­fern darf sich die Schu­le jetzt dar­auf freu­en nach die­sem initia­len Schritt zur Schul­ent­wick­lung wei­ter arbei­ten zu dür­fen :o)…

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